“Integratives Therapie-Konzept des Lipödem“ nach HIERNER

Prof. Hierner ist ein Pionier auf dem Gebiet der modernen interdisziplinären, multiprofesionellen Lipödemtherapie

Aufgrund langjähriger Forschung und klinischer Erfahrung auf dem Gebiet der Narbentherapie haben wir ein sogenanntes “integratives Therapie-Konzept des Lipödem erarbeitet und in unserer täglichen Praxis erfolgreich eingesetzt Konzept.

Durch die Anwendung dieses phasenabhängigen standardisierten Behandlungsprogramms ist es möglich bei den meisten Patienten eine deutliche Ergebnisverbesserung zu erzielen

Das multidisziplinäre, multiprofessionelle Behandlungskonzept umfaßt:

  • Basis-Therapie
  • Konservative Ödemreduktion durch Komplexe Physikalische Entstaungstherapie (KPE)
  • Ödemreduktion bei Lipödemdurch durch Fettabsaugung/Liposuction
  • Wiederherstellung der Körperform bei Lipödem nach Ödemreduktion durch Fettabsaugung/Liposuction
  • Korrektur des Lipödem-assoziierten pathologischen Gangbildes

Basis-Therapie

Prinzipiell sollte eine Gewichtszunahme vermieden bzw. Normalgewicht angestrebt
werden, da Übergewicht und Adipositas zur Verstärkung der Ödemkomponente beitragen
Diät und Bewegung können zwar eventuell vorhandenes Übergewicht abbauen, die Fettansammlungen in den Extremitäten lassen sich so allerdings nicht reduzieren, was die Proportionen weiter verschlechtert.
Viele Lipödempatientinnen leiden unter psychischen Auffälligkeiten (z.B. verringertes Selbstwertgefühl, reaktive Depression). In diesen Fällen sollte eine entsprechende Psychotherapie – im Rahmen der Gesamtbehandlung – erfolgen.

Konservative Ödemreduktion durch Komplexe Physikalische Entstaungstherapie (KPE)

Zur Ödemreduktion werden physikalische Maßnahmen in Form der komplexen bzw. kombinierten physikalischen Entstauungstherapie (KPE) nach Földi eingesetzt. Diese beinhaltet:

  • manuelle Lymphdrainage
  • Kompression (in der Entstauungsphase: Kompressionsverbände, in der Erhaltungsphase: medizinische Kompressionsstrümpfe)
  • Bewegungstherapie
  • Hautpflege

Die Therapie muss regelmäßig und konsequent angewendet werden, sie ist lebenslang erforderlich. Die Symptome kann die konservative Therapie zwar eventuell lindern, aber das überschüssige Fett verschwindet nicht.

Ödemreduktion bei Lipödem durch durch Fettabsaugung/Liposuction

Zur effizienten und anhaltenden Druckentlastung (Dekompression) und vor allem Verminderung der Beschwerden hat sich die Fettabsaugung/Liposuktion (meist in mehreren Operationen) bewährt. Da beim Lipödem mit einer lebenslangen Zunahme des Fettgewebes zu rechnen ist, sollte eine Operation in einem frühen Stadium angestrebt werden, sobald die ersten typischen Symptome auftreten. Die Liposuktion lindert bei vielen Patientinnen die Beschwerden oft über Jahre hinweg oder sie verschwinden ganz. In jedem Fall ist eine Steigerung der Lebensqualität, eine Reduzierung der Kompressionsklasse der Strümpfe und ein Verminderung der Häufigkeit der manuellen Lymphdrainage zu erwarten. In einigen Fällen kann sogar die konservative Therapie vollständig gestoppt werden. Zudem kann eine möglichst frühe Operation die Entwicklung gefährlicher Folgeerkrankungen verhindern.

Bei der Wiederherstellung der Körperform bei Lipödem steht in erster Linie die Volumenverkleinerung (Dekompression) durch Fettabsaugung/Liposuktion zur Verminderung der Schmerzen und Vermeidung zukünftiger Komplikationen im Vordergrund. Bestehende Hautunebenheiten werden meist nicht ausgeglichen. Die Körperfom wird oft nur gering verändert.

Im Gegensatz zur konservativen Therapie zahlen die Krankenkassen die Kosten für eine Fettabsaugung allerdings in der Regel nicht. Eine Kostenübernahme kann aber im Rahmen einer Einzelfallentscheidung durch den Medizinischen Dienst der jeweiligen Krankenkasse gegeben werden. Bei der Antragsstellung zur Kostenübernahme der Behandlungskosten sind wir Ihnen gerne behilflich.

Wiederherstellung der Körperform bei Lipödem nach Ödemreduktion durch Fettabsaugung/Liposuction

Bei deutlichem Weichteilüberschuß nach Verminderung der Fettmasse durch Fettabsaugung/Liposuction kann auch eine plastisch-chirurgische Entfernung von überschüssigem Hautgewebe („Hautsäckchen“) oder Fett- und Hautgewebe (Dermolipektomie) nach Liposuction hilfreich und notwendig sein. Zur Korrektur der genannten Deformitäten haben sich die Straffungsoperationen bewährt. Zur Formkorrektur sind oft längeren Narben notwendig, die nicht immer an wenig sichtbaren Orten plaziert werden können.Patienten sind meisten Frauen in jungem bis mittleren Alter.Die Wiederherstellungsoperationen können nach Liposuction der Beine mit Verminderung des Fettgewebes und Entspannung der Haut mit deutlich geringderem Risiko einer Wundheilungsstörung durchgeführt werden.

Im Gegensatz zur konservativen Therapie zahlen die Krankenkassen die Kosten für eine Fettabsaugung allerdings in der Regel nicht. Eine Kostenübernahme kann aber im Rahmen einer Einzelfallentscheidung durch den Medizinischen Dienst der jeweiligen Krankenkasse gegeben werden. Bei der Antragsstellung zur Kostenübernahme der Behandlungskosten sind wir Ihnen gerne behilflich.

Korrektur des Lipödem-assoziierten pathologischen Gangbildes

Orthopädische Korrekturen von Achsenfehlstellungen im Kniebereich (v.a. X-Beine/Valgus-defromität) und notwendige Eingriffe am Kniegelenk bei Arthrose (z.B. Kniegelenksrothese). Können nach operativer Therapie der Beine mit Verminderung des Fettgewebes und Entspannung der Haut mit deutlich geringerem Risiko einer Wundheiulungsstörung durchgeführt werden.