Karpaltunnelsyndrom

Das Karpaltunnel-Syndrom ist das häufigste Engpass-Syndrom eines peripheren Nervs. Das Syndrom tritt in der Regel bds. auf, wobei hier eine Behandlungsbedürftigkeit von mehr als 50 % besteht.

Warum entsteht ein Karpaltunnel-Syndrom?

Bei einem Nervenkompressionssyndrom – auch Engpass-Syndrom genannt – handelt es sich um eine chronische Nervenläsion. Sie tritt an Stellen auf, an denen periphere Nerven anatomische Engen passieren, die von starren Strukturen begrenzt werden. Faktoren wie Stoffwechselstörungen (Diabetes, Schwangerschaft, Mucopolysacharoidose, …) oder toxischer Art (Dialyse, …) begünstigen das Auftreten von Kompressionssyndromen.
Immer wieder liegt bei Patienten neben einem peripheren Kompressionssyndrom gleichzeitig eine radikuläre Läsion vor („Double-crush-Syndrom“).

Welche Nervenkompression-Syndrome gibt es im Handbereich?

Die häufigsten Nerven-Kompressionssyndrome im Bereich des Armes sind:

  • Karpal-tunnel-Syndrom
  • Sulcus N. ulnaris-Syndrom
  • N. interosseus posterior Syndrom
  • Thoracic outlet Syndrom (TOS)

Welche Folgen hat ein Karpaltunnel-Syndrom für uns?

Die Kompressionssyndrome kommen vorwiegend als chronische Läsionen vor. Die daraus resultierende funktionelle Störung hängt von Ausmaß und Dauer der Einengung ab. Sie kann von leichten Mißempfindungen („Hände schlafen ein“) über eine geringe motorische Schwäche (zunehmende Ungeschicklichkeit) bis hin zu einer kompletten (sensomotorischen) Lähmung reichen. Typisch sind auch nächtliche Schmerzen, die den Patienten aufwecken und ihn veranlassen seine Hände zu schütteln oder aus dem Bett nach unten hängen zu lassen.

Wie kann man ein Karpaltunnel-Syndrom behandeln?

Prinzipiell stehen die konservative und operative Therapie zu Verfügung, es kommt jedoch auch ein abwartendes Verhalten in Frage.

Spezialsprechstunde „periphere Nerven und Plexus brachialis“: Um Patienten, mit Karpaltunnel-Syndrom oder anderen Nervenkompressionssyndromen schnell und umfassend helfen zu können, haben wir seit mehreren Jahren eine Spezialsprechstunde „periphere Nerven und Plexus brachialis“ eingerichtet. Nur ein ausführliches Arzt/Patientengespräch bildet die Basis für eine erfolgreiche individuelle Behandlung. Eine Beratung erfolgt nur nach vorheriger Terminabsprache.