Dupuytren

Beim Morbus Dupuytren handelt es sich um eine krankhafte Veränderung des Bindegewebes an der Hand, (nicht der Sehnen ) die gehäuft ab dem 50. Lebensjahr auftritt. . Dabei kommt es zu einer vermehrten Bildung von knotigem und strangförmigem Bindegewebe in Ihrer Handfläche und an Ihren Fingern. Diese Knoten und Stränge sind unter der Haut tastbar und können sich weiter verdicken und zusammenziehen. Dadurch verkrümmen sich die betroffenen Finger in eine Beugestellung zu Ihrer Handinnenfläche. Sie können sie dann nicht mehr uneingeschränkt bewegen.

Warum entsteht M. Dupuytren?

Neben der erblichen Veranlagung (familiäre Belastung) werden äußere Faktoren (Diabetes, Alkohol, Verletzung) als Auslöser diskutiert.

Welche Veränderungen gibt es bei Dupuytren?

In der Schicht zwischen Haut und Beugesehnen bilden sich knotige Veränderungen, die später zu Strängen zusammenfließen. In der Regel haben Sie keine Schmerzen. Als Frühsymptome kann sich ein Schnapp-Finger ausbilden. Im weiteren Verlauf der Erkrankung breiten sich diese Wucherungen weiter aus und es kommt zu krummen Fingern, die sich nicht mehr vollständig ausstrecken lassen.

Welche Folgen hat M. Dupuytren für uns?

Typischerweise treten Probleme beim Anziehen von Handschuhen auf. Die Hand kann nicht mehr ohne Probleme in die Hosentasche gesteckt werden. Der Morbus Dupuytren kann innerhalb mehrerer Monate und Jahre fortschreiten, so dass Ihnen mit der Zeit selbst einfache Tätigkeiten Probleme bereiten.

Wie kann man M. Dupuytren behandeln?

In Abhängigkeit von der funktionellen Beeinträchtigung und dem allgemeinzustand des Patienten bestehen mehrere Behjandlungsmöglichkeiten:

  • Mithilfe der Strahlentherapie kann die Aktivität des M. Dupuytren bei vielen Patienten deutlich herabgesetzt werden
  • Durch minimal-invasive Eingriffe können schwere Beeinträchtigungen – temporär – behandelt werden
  • Die Indikation zur operativen Therapie besteht bei :
    • Beeinträchtigung der Fingerbeweglichkeit im Sinne eines Schnapp-Finger-Phänomens („Frühsymptome des M. Dupuytren)
    • Ausbildung eines komplett durchgehenden Stranges

Spezialsprechstunde „Duyputren“: Um Patienten, die an M. Dupuytren leiden, schnell und umfassend helfen zu können, haben wir seit mehreren Jahren eine Spezialsprechstunde „Dupuytren“ eingerichtet.
Nur ein ausführliches Arzt/Patientengespräch bildet die Basis für eine erfolgreiche individuelle Behandlung. Eine Beratung erfolgt nur nach vorheriger Terminabsprache. In Abhängigkeit von der Erstuntersuchung werden weitere Fachgebiete zur individuell abgestimmten Behandlung hinzugezogen (Physiotherapie, Strahlentherapie, …).