Fettabsaugung (Liposuction):
Gesicht und Hals

Vor allem bei Gewichtszunahmen und im Zuge des Älterwerdens können sich am Hals Fettdepots ansammeln („Doppelkinn“) , welche weder durch eine Diät noch durch intensives Training wieder abgebaut werden können.

Fettansammlungen am Hals erscheinen als „Doppelkinn“ und/oder „dicker Hals“. Sie können das gesamte Erscheinungsbild eines Menschen dahingehend negativ beeinflussen, dass selbst ein junger Mensch älter aussieht oder eine trainierte Person ungesund wirkt.
Mit der Fettabsaugung kann aus der Fettschicht direkt unter der Haut Fett dauerhaft abgesaugt werden. Bei ausreichend elastischer Haut kommt es dann durch Schrumpfung der darüberliegenden Haut zu einer Formveränderung, welche wieder ein definiertes Aussehen zurück gibt und damit das Gesichtsprofil insgesamt verbessert.

Eine Fettabsaugung im Halsbereich kann bei Männer und Frauen durchgeführt werden, die:

  • eine umschriebene Fettansammlung im Halsbereich haben, welche nicht auf Sport und/oder Diät ansprechen
  • eine ausreichende Elastizität der Haut haben, damit nach Entfernung der Fettdepots eine gleichförmige Oberflächenkontur entstehen kann. Patienten mit einer stark erschlafften unelastischen Haut, beispielsweise nach massiver Gewichtsabnahme, eignen sich oft eher für Straffungsoperationen.
  • keine häufigen Gewichtsveränderungen durchgemacht haben
  • eine Formverbesserung und keine Gewichtsabnahme erwarten
  • psychisch stabil sind
  • realistische Erwartungen bezüglich des Behandlungsergebnisses haben
  • gut im Hinblick auf das zu erwartende Ergebnis informiert sind
  • ausreichende Therapiekompliance besitzen, die notwendige Schonung nach Operation und notwendige Nachbehandlung mit Kompression durchzuführen

Eine Fettabsaugung im Halsbereich wird häufig in Verbindung mit einem Facelifting oder einer Halsstraffung durchgeführt.

In der klinischen Praxis erfolgt zunächst eine ausführliche klinische Untersuchung:

  1. Was stört Sie
  2. Was sind Ihre Erwartungen
  3. bisherige (ästhetische) Operationen
  4. allgemeinen Gesundheitszustand
  5. Entwicklung der Körperform und des Körpergewichtes
  6. Lifestyle (Sport)
  7. Qualität der Haut
  8. Medikamente
  9. Allergien

Zusammen mit dem Patienten werden die zu korrigierenden Körperareale besprochen und angezeichnet
Die unterschiedlichen Behandlungsmöglichkeiten mit ihren Vor- und Nachteilen, möglichen Ergebnissen und Grenzen für den vorliegenden individuellen Fall werden gründlich besprochen.

In einem ersten Beratungsgespräch, soll die Fettabsaugung im Halsbereich ausführlich besprochen werden. Anhand dieser Informationen können Sie sich dann weitere Gedanken machen und eine Entscheidung treffen. Ein zweites Beratungsgespräch kann nicht selten notwendig werden, wenn der Patient noch Fragen hat. Diese Fragen sollte der Patient – eventuell auch schriftlich fixiert – stellen und beantwortet bekommen. Je besser der Patient informiert ist, desto besser läßt sich die Behandlung steuern.

Bei richtiger Technik sind Komplikationen selten. Nach Fettabsaugungen im Halsbereich kann es zu Nachblutungen, (vorübergehenden) Gefühlsminderungen, Hautverfärbungen, Ansammlung von Gewebeflüssigkeit, Entzündung Narbenbildung und Ausbildung von Hautunebenheiten kommen. Bei ungenügender Hautelastizität kann es zu einem Hängen der Haut kommen. Gelegentlich können Feinkorrekturen notwendig sein.

Eine spezifische Vorbereitung auf die Fettabsaugung ist nicht notwendig. Vor der Fettabsaugung müssen alle durchblutungshemmenden Medikamente bis auf Heparin abgesetzt werden.

Zusammen mit dem Patienten werden die zu korrigierenden Körperareale besprochen und – im Stehen – angezeichnet.

Die Fettabsaugung erfolgt in Lokalanästhesie auf Wunsch auch kombiniert mit einem leichten Dämmerschlaf.

Die Behandlung kann ambulant oder kurzstationäre (1 Nacht) durchgeführt werden. Sollten Vorerkrankungen bestehen oder weitere kosmetische Eingriffe während der gleichen Vollnarkose durchgeführt werden, ist es sinnvoll eine Nacht in der Klinik zu verbringen, um in der postoperativen Phase eine medizinisch Überwachung zu garantieren, und eine bessere Schmerztherapie durchführen zu können.

Nach Unterspritzung des Gebietes, welches abgesaugt werden soll, erfolgt die Fettentfernung mit feinen Kanülen über punktförmige Hautinzisionen unter dem Kinn und hinter den Ohrläppchen.
Auf eine behutsame Fettentfernung muss geachtet werden, damit unerwünschte Formveränderungen an der Hautoberfläche vermieden werden können.
Nach der Absaugung ist auf eine ausreichende Wunddrainage zu achten.
Ein stark absorbierender Verband wird angelegt.
Eine Kompressionsbehandlung wird noch auf dem Operationstisch begonnen
Abhängig von der Größe und Lage des Fettdepots und den individuellen Voraussetzungen dauert die Fettabsaugung im Halsbereich zwischen 30 – und 90 Minuten.

Nach der Absaugung ist auf eine ausreichende Wunddrainage und eine adäquate Kompression zu achten. Die postoperative Kompressionstherapie ist ein fester Bestandteil der Behandlung. Sie erfolgt mit einem speziellen Kompressionsverband, der bereits präoperativ angemessen und bestellt wird. Die Kompressionshaube sollte für insgesamt 6 – 12 Wochen nach der Fettabsaugung nachts getragen werden um die Form des Halses optimal zu gestalten.
Auf eine ausreichende Schmerztherapie ist zu achten. Die Schmerzen werden von den meisten Patienten als sehr starker Muskelkater beschrieben.
Wir rezeptieren abschwellende Medikamente und ein Antibiotikum für 5 Tage. Patienten werden angehalten viel zu trinken.
In Abhängigkeit von der Menge des abgesaugten Fettes können Patienten entweder am selben Tag (kleine bis mittlere Absaugung) oder am nächsten Morgen (große Absaugung) nach Hause gehen.
Eine Arbeitsunfähigkeit besteht für 2 bis 7 Tage.
Wichtig ist, den Patienten darauf hinzuweisen, dass eine Hautverfärbung in dem abgesaugten Gebiet auftreten kann, die etwa 1 Woche dauert.
Ein Überschminken der Hautverfärbungen ist nach 24 – 48 h möglich.
Hautfäden werden nach 5 – 7 Tagen entfernt.
Nach kompletter Wundheilung sollte eine intensive Haut- und Narbenpflege mit Fettsalbe 3-5x/Tag durch den Patienten selbst durchgeführt werden
Patienten können problemlos umherlaufen, sollten aber sportliche Aktivitäten für etwa 2 – 4 Wochen vermeiden.
Die Haut oberhalb des abgesaugten Gebiets kann für 1 – 3 Monate etwas weniger empfindlich sein.
Die Fettabsaugung im Halsbereich führt zu einer deutlichen Formveränderung Der Effekt der Formveränderung nach der Absaugung kommt erst nach Abschwellung (6 – 12 Wochen) deutlich zum Vorschein. Das endgültige Ergebnis kann nach einem halben Jahr beurteilt werden, so lange braucht die Haut zum Schrumpfen.

Mit der Fettabsaugung kann aus der Fettschicht im Halsbereich bei Männer und Frauen direkt unter der Haut Fett dauerhaft abgesaugt werden. Bei ausreichend elastischer Haut kommt es dann durch Schrumpfung der darüberliegenden Haut zu einer Formveränderung, welche wieder ein definiertes Aussehen zurück gibt und damit das Gesichtsprofil insgesamt verbessert. Ein schlanker und wohlgeformter Hals verleiht ein jüngeres Aussehen.. Patienten, die durch zu viel Fett im Halsbereich ein geringes Selbstvertrauen hatten, fühlen sich nach dieser Behandlung viel wohler und tragen wieder Kleidung und Schmuck so wie sie es wollen.
Bei richtiger Patientenauswahl- und Aufklärung (Arzt/Patient), behutsamer Operationstechnik (Arzt) und adäquater Nachbehandlung (Patient) ist die Fettabsaugung ein sehr sicheres Verfahren, mit gut reproduzierbaren Ergebnissen, kleinen, wenig sichtbaren Narben und hoher Patientenzufriedenheit.
Bei normaler Ernährung wird das Resultat dauerhaft sein. Falls Sie wieder an Gewicht zunehmen, wird dies mehr „überall“ sein und nicht vermehrt im Bereich des ehemaligen Fettdepots im Halsbereich.
Nur gelegentlich sind kleine Feinkorrekturen notwendig