Fettabsaugung (Liposuction):
Männliche Brust

Eine breite Brust mit gut definierten Brustmuskeln und nur einer dünnen Fettschicht, sowie einer kleinen Brustwarze sind ein Bestandteil der sogenannten jugentlichen perfekten Körperform. Vor allem bei Gewichtszunahmen, im Zuge des Älterwerdens und durch verschiedene Medikamente und Alkohol kann sich eine weibliche Brustform ausbilden. Dies betrifft 35 – 65% aller Männer zwischen dem 50. und dem 80. Lebensjahr Für die Vergrößerung der Brust sind Brustdrüse und Fettgewebe verantwortlich. Bei einer Vergrößerung der Brustdrüse spricht man von einer Gynäkomastie (10 30 %). Die Vergrößerung der männlichen Brust durch Zunahme des Fettgewebes wird als Pseudo-Gynäkomastie bezeichnet (70 -90%). Die Ausbildung einer weiblichen Brustform beim Mann wird von den betroffenen Männern oft als peinlich empfunden und kann zu teilweise erheblichen Störungen des Selbstvertrauens führen.

Mit der Fettabsaugung kann aus der Fettschicht direkt unter der Haut Fett dauerhaft abgesaugt werden. Bei ausreichend elastischer Haut kommt es dann durch Schrumpfung der darüberliegenden Haut zu einer Formveränderung, welche wieder ein definiertes Aussehen zurück gibt und damit das Brustkorbprofil insgesamt verbessert. Nach einer Fettabsaugung fühlen sich Patienten, die sich früher geschämt und ihre Brust unter Kleidung versteckt haben, wieder merklich besser und trauen sich auch wieder sich öffentlich „oben-ohne“zu zeigen. Natürlich passt die Kleidung auch wieder besser

Bei der Ausbildung einer weiblichen Brustform beim Mann ist eine komplette Untersuchung der Brust notwendig. Diese umfaßt:

  • Anamnese: Frage nach individuellen Medikamenten, Alkohol, Drogenkonsum, Sport, Fitness-Studio
  • Ganzkörperuntersuchung, Genitaluntersuchung
  • Laboruntersuchungen: basale Serumkonzentration der hypophysären Goatropine, FSH, LH, Testoseron, Östradiol
  • Ultraschalluntersuchung der Brust, evtl. MRT

Eine Tumorerkrankung der Brust oder anderer hormonbildender Organe muß ausgeschlossen werden. Durch die Untersuchungen kann auch festgestellt werden, ob die Brustdrüse vergrößert (Gynäkomastie) oder nur das Fettgewebe vermehrt (Pseudo-Gynäkomastie) ist.
Abhängig vom Lebensalter ergeben sich folgende situationen:
Bei Jugendlichen ist es sinnvoll zunächst mindestens 1 Jahr zu warten, um zu sehen, ob sich die Veränderungen von selbst zurückbilden.

Beim Erwachsenen kann das Brustwachstum durch Weglassen von Alkohol, Marihuana oder evtl. von allein wieder verschwinden. Es ist bei manchen Menschen möglich, durch gezieltes Fitness Training vor allem Fett abzubauen, der Drüsenkörper verkleinert sich dadurch aber zumeist nicht.
Eine Fettabsaugung im Brust-Bereich beim Mann kann durchgeführt werden, die:

  • eine umschriebene Fettansammlung im Brust-Bereich im sinne einer „Pseudo-Gynäkomastie“ haben, welche nicht auf Sport und/oder Diät ansprechen
  • eine ausreichende Elastizität der Haut haben, damit nach Entfernung der Fettdepots eine gleichförmige Oberflächenkontur entstehen kann. Patienten mit einer stark erschlafften unelastischen Haut, beispielsweise nach massiver Gewichtsabnahme, eignen sich oft eher für Straffungsoperationen.
  • keine häufigen Gewichtsveränderungen durchgemacht haben
  • eine Formverbesserung und keine Gewichtsabnahme erwarten
  • psychisch stabil sind
  • realistische Erwartungen bezüglich des Behandlungsergebnisses haben
  • gut im Hinblick auf das zu erwartende Ergebnis informiert sind
  • ausreichende Therapiekompliance besitzen, die notwendige Schonung nach Operation und notwendige Nachbehandlung mit Kompression durchzuführen
  • Eine Fettabsaugung / Liposuktion ist kein Ersatz für eine Gewichtsabnahme und keine geeignete Methode zur Korrektur starken Übergewichtes!

Bei der Behandlung der Gynäkomastie stellt ein kombiniertes Vorgehen mit Entfernung der vergrößerten Brustdrüse und formangleichender Fettabsaugung die Therapie der ersten Wahl dar.

In der klinischen Praxis erfolgt zunächst eine ausführliche klinische Untersuchung:

  1. Was stört Sie
  2. Was sind Ihre Erwartungen
  3. bisherige (ästhetische) Operationen
  4. allgemeinen Gesundheitszustand
  5. Entwicklung der Körperform und des Körpergewichtes
  6. Lifestyle (Sport)
  7. Qualität der Haut
  8. Medikamente
  9. Allergien

Zusammen mit dem Patienten werden die zu korrigierenden Körperareale besprochen und angezeichnet
Die unterschiedlichen Behandlungsmöglichkeiten mit ihren Vor- und Nachteilen, möglichen Ergebnissen und Grenzen für den vorliegenden individuellen Fall werden gründlich besprochen.

In einem ersten Beratungsgespräch, soll die Fettabsaugung im Brust-Bereich ausführlich besprochen werden. Anhand dieser Informationen können Sie sich dann weitere Gedanken machen und eine Entscheidung treffen. Ein zweites Beratungsgespräch kann nicht selten notwendig werden, wenn der Patient noch Fragen hat. Diese Fragen sollte der Patient – eventell auch schrftlich fixiert – stellen und beantwortet bekommen. Je besser der Patient informiert ist, desto besser läßt sich die Behandllung steuern.

Wichtige Information: Einige gesetzliche und private Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Behandlung, wenn sie medizinisch notwendig erscheint. Hierzu ist folgendes Vorgehen notwendig:

  1. Attest der Urologischen Untersuchung
  2. Vorliegen der Hormonuntersuchung
  3. Sonographie der Brust
  4. Untersuchungsbefunde und ausführliche Fotodokumentation: Bei Bedarf erstellen wir Ihnen gerne für Ihre (private) Krankenversicherung einen ausführlichen Arztberuf und eine vollständige Fotodokumentation.

Mit den o.g. Befunden stellen sie sich bitt bei Ihrer Krankenkasse vor und beantragen eine schriftliche Zusage der Übernahme der Behandlungskosten (stationärer Aufenthalt, Operation, Anästhesie und Nachbehandlung mit Kompressionswäsche). Eine persönlich Vorstellung beim medizinischen Dienst Ihrer Krankenkasse kann notwendig werden.

Bei richtiger Technik sind Komplikationen. Nach Fettabsaugung im Brust-Bereich kann es zu Nachblutungen, (vorübergehenden) Gefühlsminderungen, Hautverfärbungen, Ansammlung von Gewebeflüssigkeit, Entzündung Narbenbildung und Ausbildung von Hautunebenheiten kommen. Bei ungenügender Hautelastizität kann es zu einem Hängen der Haut kommen. Gelegentlich können Feinkorrekturen notwendig sein.

Eine spezifische Vorbereitung auf die Fettabsaugung ist nicht notwendig. Vor der Fettabsaugung müssen alle durchblutungshemmenden Medikamente bis auf Heparin abgesetzt werden.

Zusammen mit dem Patienten werden die zu korrigierenden Körperareale besprochen und – im Stehen – angezeichnet.
Die Fettabsaugung erfolgt in Lokalanästhesie auf Wunsch auch kombiniert mit einem leichten Dämmerschlaf.

Die Behandlung kann ambulant oder kurzstationäre (1 Nacht) durchgeführt werden. Sollten Vorerkrankungen bestehen oder weitere kosmetische Eingriffe während der gleichen Vollnarkose durchgeführt werden, ist es sinnvoll eine Nacht in der Klinik zu verbringen, um in der postoperativen Phase eine medizinisch Überwachung zu garantieren, und eine bessere Schmerztherapie durchführen zu können.

Nach Unterspritzung des Gebietes, welches abgesaugt werden soll, erfolgt die Fettentfernung mit feinen Kanulen über punktförmige Hautinzisionen im Bereich der Achselhöhle und der Ellenbeuge.
Auf eine behutsame Fettentfernung muss geachtet werden, damit unerwünschte Formveränderungen an der Hautoberfläche vermieden werden können.
Nach der Absaugung ist auf eine ausreichende Wunddrainage zu achten.
Ein stark absorbierender Verband wird angelegt.
Eine Kompressionsbehandlung wird noch auf dem Operationstisch begonnen
Abhängig von der Größe und Lage des Fettdepots und den individuellen Voraussetzungen dauert die Fettabsaugung im Halsbereich zwischen 60 – und 120 Minuten.

Bei der Behandlung der Gynäkomastie stellt ein kombiniertes Vorgehen mit Entfernung der vergrößerten Brustdrüse und formangleichender Fettabsaugung die Therapie der ersten Wahl dar. In einem ersten Operationsschritt wird über einen kleinen Schnitt am Unterrand der Brustwarze ein Hautschnitt gemacht und das vergrößerte Drüsengewebe direkt entfernt. Anschließend erfolgt über den gleichen Zugang oder einer zusätzlichen Hilfsinzision die angleichende Fettabsaugung. Die weiteren Behandlungsschritte entsprechen den oben genannten.

Nach der Absaugung ist auf eine ausreichende Wunddrainage und eine adäquate Kompression zu achten. Die postoperative Kompressionstherapie ist ein fester Bestandteil der Behandlung. Sie erfolgt mit einem speziellen Kompressionsverband, der bereits präoperativ angemessen und bestellt wird. Die Kompressionshaube sollte für insgesammt 6 – 12 Wochen nach der Fettabsaugung nachts getragen werden um die Form der Oberarme optimal zu gestalten.
Auf eine ausreichende Schmerztherapie ist zu achten. Die Schmerzen werden von den meisten Patienten als sehr starker Muskelkater beschrieben.
Wir rezeptieren abschwellende Medikamente und ein Antibiotikum für 5 Tage. Patienten werden angehalten viel zu trinken.
In Abhängigkeit von der Menge des abgesaugten Fettes können Patienten entweder am selben Tag (kleine bis mittlere Absaugung) oder am nächsten Morgen (große Absaugung) nach Hause gehen.
Eine Arbeitsunfähigkeit besteht für 2 bis 7 Tage.
Wichtig ist, den Patienten darauf hinzuweisen, dass eine Hautverfärbung in dem abgesaugten Gebiet auftreten kann, die etwa 1 Woche dauert. Ein Überschmincken der Hautverfärbungen ist nach 24 – 48 h möglich.
Hautfäden werden nach 5 – 7 Tagen entfernt.
Nach kompletter Wundheilung sollte eine intensive Haut- und Narbenpflege mit Fettsalbe 3-5x/Tag durch den Patienten selbst durchgeführt werden
Patienten können problemlos umherlaufen, sollten aber sportliche Aktivitäten für etwa 2 – 4 Wochen vermeiden.
Die Haut oberhalb des abgesaugten Gebiets kann für 1 – 3 Monate etwas weniger empfindlich sein.
Die Fettabsaugung im Oberarm-Bereich führt zu einer deutlichen Formveränderung Der Effekt der Formveränderung nach der Absaugung kommt erst nach Abschwellung (6 – 12 Wochen) deutlich zum Vorschein. Das endgültige Ergebnis kann nach einem halben Jahr beurteilt werden, so lange braucht die Haut zum Schrumpfen.

Mit der Fettabsaugung kann aus der Fettschicht im Brust-Bereich bei Männer direkt unter der Haut Fett dauerhaft abgesaugt werden. Bei ausreichend elastischer Haut kommt es dann durch Schrumpfung der darüberliegenden Haut zu einer Formveränderung, welche wieder ein definiertes Aussehen zurück gibt und damit das Brust-Profil insgesamt verbessert. Die meisten Männer, die wegen Gynäkomastie operiert worden sind, sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Durch die Entfernung der weiblichen Brustform fühlen sich Patienten, die sich früher geschämt und ihre Brust unter Kleidung versteckt haben, wieder merklich besser und trauen sich auch wieder sich öffentlich „oben-ohne“zu zeigen
Bei richtiger Patientenauswahl- und Aufklärung (Arzt/Patient), behutsamer Operationstechnik (Arzt) und adäquater Nachbehandlung (Patient) ist die Fettabsaugung ein sehr sicheres Verfahren, mit gut reproduzierbaren Ergebnissen, kleinen, wenig sichtbaren Narben und hoher Patientenzufriedenheit.
Bei normaler Ernährung wird das Resultat dauerhaft sein. Falls Sie wieder an Gewicht zunehmen, wird dies mehr „überall“ sein und nicht vermehrt im Bereich des ehemaligen Fettdepots im Brustbereich.