Eigenfett-Injektion (Lipofilling):
Arme und Hände

Eigenfett-Transplantation oder Lipofilling bezeichnet die Methode, bei der körpereigenes Fett für die Gewebeunterspritzung verwendet wird. Das Behandlungsprinzip besteht darin, daß körpereigenes Fettgewebe an unauffälliger Stelle, in lokaler Betäubung schonend entnommen, steril aufbereitet und an der gewünschten Stelle verpflanzt wird. Haupteinsatzgebiet der Eigenfett-Therapie sind die tieferen Hautschichten (Lederhaut/Kutis und Unterhautfettgewebe/Subcutis). Im Gegensatz zu allen anderen Fillern handelt es sich beim Fett um eine körpereigene Substanz, die zu keiner allergischen Reaktion führen kann und das Behandlungsergebnis hält deutlich länger an.

Patienten mit beginnendem Volumenverlust im dorsalen Handgelenks und- Handbereich:

  • Vertiefungen zwischen den Mittelhandknochen
  • Vertiefungen im Bereich der Zwischenfingerfalten

Eigenfetttransplantationen oder Eigenfetteinspritzungen stellen heute die Therapie der 1. Wahl bei der Faltenbehandlung im Handbereich (Mikrografting) dar .

Die Eigenfett-Injektion kann zu der Jahreszeit durchgeführt werden, sie ist gut kombinierbar mit anderen ästhetischen Verfahren und sie zeigt beides, Sofort- und Langzeiteffekte.

In der klinischen Praxis erfolgt zunächst eine ausführliche Untersuchung:

  1. Was stört Sie
  2. Was sind Ihre Erwartungen
  3. bisherige (ästhetische) Operationen
  4. allgemeinen Gesundheitszustand
  5. Entwicklung der Körperform und des Körpergewichtes
  6. Lifestyle (Sport)
  7. Qualität der Haut
  8. Medikamente
  9. Allergien
  10. Händigkeit und berufliche Tätigkeit

Zusammen mit dem Patienten werden die zu korrigierenden Handareale besprochen und angezeichnet
Das Spendergebiet für die Entnahme der Fettzellen wird besprochen und markiert.
Es erfolgt eine ausführliche präoperative Fotodokumentation

Bei richtiger Technik selten:
Schwellung, Hautverfärbung durch Einblutung, Druckgefühl,…

Eine spezifische Vorbereitung auf die Eigenfett-Injektion ist nicht notwendig. Bei Bedarf kann vor der Injektion eine Betäubungscreme (z.B. EMLA ®-Salbe) aufgetragen werden.

Zusammen mit dem Patienten werden die zu korregierenden Körperareale besprochen.
Die Behandlung gliedert sich in 2 Abschnitte:

  • Die Fettabsaugung (Liposuktion) erfolgt in Lokalanästhesie auf Wunsch auch kombiniert mit einem leichten Dämmerschlaf. Nach der Absaugung ist auf eine ausreichende Wunddrainage zu achten. Ein stark absorbierender Verband wird angelegt
  • Die Eigenfett-Injektion (Lipofilling) erfolgt ebenfalls in Lokalanästhesie. Dann wird eine bestimmte Menge von Eigenfett mit einer feinen Nadel in die jeweilige Hautschicht eingebracht. Im Handbereich ist kein verband notwendig

Um ein deutlich sichtbares Behandlungsergebnis zu erhalten, muß die Eigenfett-Injektion etwa 2 – 3 x in einem Abstand von 3 Monaten durchgeführt werden.

Die Nachbehandlung berückschtig das Spenderegebiet der Fettabsaugung und das Gesicht (Empfängergebiet):

  • Im Spendergebiet der Fettabsaugung (Liposuktion) ist nach der Absaugung ist auf eine ausreichende Wunddrainage und eine adäquate Kompression zu achten. Auf eine ausreichende Schmerztherapie ist ebenfalls zu achten. Wir rezeptieren abschwellende Medikamente und ein Antibiotikum für 5 Tage. Die Patienten konnen am selben Tag nach Hause gehen. Eine Arbeitsunfähigkeit besteht für 1-2 Tage. Patienten können problemlos umherlaufen, sollten aber sportliche Aktivitäten für etwa 2 – 4 Wochen vermeiden.

Wichtig ist, den Patienten darauf hinzuweisen, dass eine Hautverfärbung in dem abgesaugten Gebiet auftreten kann, die etwa 1 Woche dauert. Die Haut oberhalb des abgesaugten Gebiets kann für 1 – 3 Monate etwas weniger empfindlich sein.

Unmittelbar nach der Handverjüngung werden die Handrücken gekühlt und mit Spezialcremes versorgt. Ein guter Sonnenschutz ist notwendig.

  • kein Verband oder die Injektionsportale werden mit Steri-strip-Pflaster abgedeckt.
  • Patienten können sofort das normale Leben wieder aufnehmen (keine schwere Handarbeit für 4 – 6 Wochen, da die Fettzellen anwachsen müssen)

Die Erfolgaussichten, daß transplantierte Fettzellen dauerhaft einwachsen (etwa 50 – 70 %), sind sehr hoch und abhängig von der postoperativen Handaktivität des Patienten. Der Volumenverlust in der Unterhautfettsicht kann somit ausgeglichen werden. Dies führt zu einer Auffüllung der Einsenkungen zwischen den Mittelhandknochen und zu einer Verdickung der Hautschicht im Handrückenbereich mit geringerer Transparenz der dorsalen Venen und Strecksehnen Die Hände wirken dadurch kräftiger und jünger.Das Ergebnis des Lipotransfers ist von langer Dauer und kann im Lauf der Jahre nachkorrigiert werden.
Vorteile der Eigenfett-Transplantation sind der – im Vergleich zur Hyaluronsäure – länger anhaltender Effekt und die geringere Kosten bei größeren Volumendefekten. Eigenfett ist ein sehr gut geeignetes Injektionsmaterial, da es – im Gegensatz zu körperfremden Stoffen (Fillern) – zu keinerlei Allergien führt. Neben dem sofortigen Volumeneffekt, hat körpereigenes Fettgewebe auch einen regenerativen Effekt auf die darüberliegende Haut. Nach etwa 6 – 12 Wochen kommt es zu einer Verdickung der Haut und einer Zunahme von elastischen Fasern (Regeneration).
Der Nachteil der Eigenfett-Transplantation liegt in dem zusätzlichen Spenderdefekt (Entnahmegebiet des Eigenfettes) und in einer etwas stärkeren Schwellung im Handbereich und Hautverfärbung für 3 – 5 Tage – im Vergleich zur Hyaluronsäure.

Patienteninformationen

Die Patienteninformation gibt nur eine allgemeine Einführung zum besseren Verständnis von ästhetisch- plastischen Operationen. Sie kann nicht das persönliche und ausführliche Arzt-Patienten-Gespräch ersetzen. Zur Beantwortung ihrer Fragen für Ihre persönliche, individuelle Situation, vereinbaren Sie Ihren unverbindlichen persönlichen Beratungstermin mit den Experten von „El Quetzal“