Decubitus

Studien in Deutschland zeigen, dass bei 11 – 14 % aller obduzierten Patienten ein Decubitalulcus gefunden wird. Die Inzidenz an Decubitalulcera ist ansteigend.

Warum entsteht ein Decubitus?

Die Entstehung des Decubitus ist multifaktoriell. Es existieren eine Reihe von extrinsischen und intrinsischen Risikofaktoren, welche das Auftreten eines Dekubitalulcus begünstigen. Extrinsische Risikofaktoren, wie Druck, Reibung oder Feuchtigkeit, wirken von außen und haben bei der Prophylaxe eine herausragende Bedeutung. Intrinsiche Risikofaktoren, wie hauptsächlich, verminderte Spontanbeweglichkeit, verminderte protektive Sensibilität, Skelettdeformitäten oder arterielle Verschlußkrankheiten sind patientengebunden und müssen meist als gegebene Größe angesehen werden.

Welche Formen des Decubitus gibt es?

Zur Klassifikation eines Dekubitusdefektes sollten angegeben werden;

  1. Lokalisation
  2. Größe/Volumen
  3. Tiefenausdehnung (Klassifikation nach EPUAP)
  4. Wundbeschaffenheit (Klassifikation nach Seiler)
  5. Ätiologie

Welche Folgen hat ein Decubitus?

Der Decubitus stellt eine große Herausforderung dar, denn sie:

  • treten in jedem Alter – vom Neugeborenen bis zum Greisen – auf
  • nehmen stetig an medizinischer und volkswirtschaftlicher Bedeutung zu
  • betreffen nicht nur den Patienten, sondern auch sein Umfeld

Wie kann man einen Decubitus behandeln?

Diagnostik und Therapie des Decubitus erfolgt durch: ein multidisziplinäres Behandlungsteam mit einer gemeinsamen Sprache für Diagnostik und Dokumentation und einem sogenannten “integrativen Therapiekonzept”. Für die Behandlung von Patienten mit Decubitalulcera verwenden wir ein sogennantes „integratives Behandlungskonzept“, welches basiert auf:

  • Vermeidung/Prävention des Decubitus
  • Kontrolle
  • Therapie des Decubitus

Spezialsprechstunde „Decubitus“: Um Patienten mit chronischen Wunden und Problemwunden schnell und umfassend helfen zu können, haben wir seit mehreren Jahren eine Spezialsprechstunde chronische Wunden und Problemwunden eingerichtet.