Brustchirurgie bei der Frau

Die weibliche Brust stellt für Frauen die wichtigste Problemzone dar.
Störungen im ästhetischen Bild der weiblichen Brust können bedingt sein durch

  • zu geringes Volumen (Hypoplasie)
  • zu großes Volumen (Hyperplasie)
  • ungleich große Brüste (Asymmetrie, anisomastie)
  • Erschlaffung nach massiver Gewichtsabnahme und durch Altersveränderungen (Ptose)
  • Formveränderungen nach Operationen (z.B. Brustkrebs)

Die "perfekte weibliche Brust"

Die junge, attraktive Brust ist voll und fest, hat eine Körpchengröße von B oder C. Ob wir eine weibliche Brust als attraktiv oder nicht finden, liegt an ihren Proportionen Eine allgemeingültige mathematische Formel für die „perfekte weibliche Brust“ gibt es nicht. Die individuelle Brustgröße und Brustform (Körperproportionen) muß immer im Zusammenhang mit den körperlichen Gegebenheiten wie dem Körpergewicht, der -größe und -statur zu betrachtet werden. Als Anhaltspunkt für eine schöne Brust gelten folgende Zahlen: 90-60-90 und 45-55-20.

  • Brustform: Oberhalb des Nippel sollte die Haut eben oder ein wenig nach innen gewölbt (Konkavität) sein, unterhalb sollte sie nach außen gewölbt sein (Konvexität)
  • Brustwarze: Der Warzenhof (Areola) ist etwas heller als die Brustwarze, aber dunkler als die Haut der Brust. Der Durchmesser der Brustwarze ist abhängig von der Brustgröße durchschnittlich 38 – 42 mm. Die Brustwarzen selbst soll in einem mittleren Winkel ( 20 Grad) nach oben und leicht nach außen zeigen nach oben außen. Die Brustwarze soll hervorstehen.

Zu kleine Brüste (Mamma-Hypoplasie)

Zu kleine Brüste stellen für viele Frauen eine große psychische Belastung dar. Die Brustvergrößerung ist die häufigste Schönheitsoperation bei der Frau. Eine Vergrößerung kann erreicht werden durch Brustvergrößerung mit Silikon-Implantaten, Eigenfett-Injektion/Lipofilling zur natürliche Brustvergrößerung ohne Silikonprothese oder eine Kombination aus den beiden zuvor genannten Techniken (sog. Hybrid-Technik).

Zu große Brüste (Mamma-Hyperplastie)

Zu große Brüste können zu körperlichen (Rückenschmerzen, Fehlhaltungen, chronische Entzündungen unterhalb der Brüste, ..) funktionellen (Beeinträchtigung im täglichen Leben, beim Sport, bei der Auswahl der Kleidung, …) und psychischen Beeinträchtigungen (zu geringes Selbstvertrauen, …) der Frau führen. Die Brustverkleinerung/Mammareduktion stehen zahlreiche Operationstechniken zur Verfügung, die eine narbensparende Volumenreduktion ermöglichen.

Ungleich große Brüste/ungleiche Brustform (Anisomastie)

Ob wir die Brüste (den Busen) als attraktiv oder nicht finden, liegt an seinen Proportionen (Grundharmonie) aber auch an seinen kleinen Asymmetrien. Die mathematisch exakt berechneten Brustproportionen stellen aber nur eine gewisse Grundharmonie dar. Bei der genaueren Analyse der beiden Brüste (des Busens) zeigt sich daß die rechte und linke Brust nicht vollständig symmetrisch sind. Durch kleine Unterschiede zwischen beiden Brüsten wirkt der Busen wesentlich ausdrucksstärker und interessanter. Größere Unterschiede hingegen stören die Grundharmonie und lassen die Brüste unattraktiver wirken. Für die Korrektur der unterschiedlichen großen Brüste (Anisomastie) bestehen mehrere Behandlungsmöglichkeiten, die in Abhängigkeit vom Ausmaß der Asymmetrie und den Wünschen der Patientinnen eingesetzt werden. Die Eigenfett-Injektion/ Lipofilling zur Korrektur von Brustasymmetrien stellt heute die Therapie der Wahl dar. Alternativ können eine Brustvergrößerung durch Brustimplantat, eine Mammaformung auf der kleineren Seite oder eine angleichende Reduktion auf der größeren Seite durchgeführt werden.

Wiederherstellung der Brustform nach massiver Gewichtsabnahme

Nach massiver Gewichtsabnahme kommt es im Bereich der weiblichen Brust und oft auch in den angrenzenden Bereich der Achsel zu einem deutlichen Überschuß an unelastischer Haut. Hautüberschüsse im Brustbereich erscheinen an der Brustvorderseite („Hängebrust“), der seitlichen Brustwand (seitliche Hautsäcke) und des Rückens (hintere Hautsäcke). Viele Patienten fühlen sich dadurch stark eingeschränkt und empfinden dies sogar als eine Beeinträchtigung der Lebensqualität, sie wollen keine enganliegenden T-Shirts oder Hemden mehr tragen. Die männliche „Hängebrust kann mit Hilfe der Wiederherstellung der Körperform im Brustbereich bei der Frau zuverlässig korregiert werden, ebenso die seitlichen Hautsäcke mit Hilfe der Wiederherstellung der Körperform im seitlichen Brustbereich bei der Frau und die hinteren Hautsäcke mit Hilfe der Wiederherstellung der Körperform im hinteren Brustbereich (Rücken) bei der Frau. Alle drei Deformitäten können zuverlässig in einer Operation mit Hilke der Wiederherstellung der Körperform im seitlichen Brustbereich, Wiederherstellung der Körperform im Oberkörperbereich („Upper body Lift) bei der Frau behoben werden. Den Patientinnen kann eine normale Körperform zurückgegeben werden.

Altersveränderungen im Bereich der weiblichen Brust

Im Rahmen der Gewebealterung zeigen sich charakteristische Altersveränderungen im Bereich der weiblichen Brust:

  • Brust-Konsistenz: Das Bindegewebe der weiblichen Brust verliert mit zunehmendem Alter der Frau an Festigkeit.
  • Brust-Volumen: Hormonelle Veränderungen (normaler Menstruationszyklus, Schwangerschaften, Medikamente,…) können den weiblichen Busen in den jeweiligen Lebensphasen einer Frau in Form und Größe beeinflussen. Durch Veränderungen im Hormonhaushalt (nach den Wechseljahren) kommt es zu einer Abnahme des Drüsengewebes. Durch Gewichtszunahmen bzw. abnahmen verändert sich der Fettanteil im Bereich der weiblichen Brust, es kommt zu einer Brustvergrößerung bzw. zu einer Brustverkleinerung.
  • Brustform: Im Alter wird die Brust kleiner und hängt.
  • Brustwarze: Durch die hormonbedingten und/oder ernährungsbedingten Volumenschwankungen und dem Erschlaffen des Hautmantels kommt es zu einer Vergrößerung und Entrundung der Brustwarze

Hängebrust (Mamma-Ptose) durch Alterung

Im Rahmen der Gewebealterung zeigen sich charakteristische Altersveränderungen im Bereich der weiblichen Brust: Der altersbedingte Volumen- und/oder Spannungsverlust des großen Brustmuskels, die Abnahme des Drüsengewebes und des Brustfettgewebes, gepaart mit einem Elastizitätsverlust der Haut, und den Volumen- und Formänderungen der Knochen lassen den Weichteilmantel grösser als den Inhalt werden. Es entstehen herabhängende Brüste (Mammsa-Ptose oder Hängebrust). Leere und/oder hängende weibliche Brüste stören oftmals ein positives Körpergefühl“. Die Auswahl der Korrekturverfahren ist abhängig vom Ausmaß der Brusterschlaffung (Ptose), der Qualität des Haut-Weichteilmantels und den Wünschen der Patientin. Bei beginnender Erschlaffung (Ptose) stellt die Eigenfett-Injektion/ Lipofilling zur Korrektur eines beginnendem Volumenverlust im Bereich der Brust die Therapie der Wahl dar. Alternativ kann das fehlende Brustvolumen durch Brustvergrößerung mit Implantaten erreicht werden. Bei fortgeschjrittener Ptose ist eine Neuformung der Brust durch Bruststraffung erforderlich. Reicht das eigene Brustvolumen nicht aus um die gewünschte Größe und Form zu erzielen ist zusätzlich eine Eigenfett-transplantation oder ein Brustimplantat notwendig.

Wiederherstellung der Brustform nach Operationen

Durch Operationen kann es zu Veränderungen der Brustform kommen. Durch Silikon-Brustimplantate kann es zu einer Ausbildung einer sogenannten Kapselfibrose kommen. Für die Therapie der Kapselfibrose bestehen mehrere Behandlungsmöglichkeiten: Nach Entfernung der Kapselfibrose, kann die Brustform wiederhergestellt werden durch Implantatwechsel bei Kapselfibrose oder Eigenfett-Injektion/ Lipofilling zur Wiederherstellung der Brustform nach Entfernung einer Brustprothese. Nach Entfernung von gutartigen und bösartigen Brusttumoren kann ebenfalls eine Wiederherstellung der Brustform notwendig werden. Neben der Rekonstruktion mit Brustimplantaten, und gestielten oder freien mikrovaskulären Lappenplastiken kann die Eigenfett-Injektion/ Lipofilling zur Wiederherstellung der Brust mit Eigengewebe ohne zusätzlich größere Narbenbildung nach subkutaner Mastektomie bei Mammakarzinom eingesetzt werden. Es ist heute möglich durch mehrere kleine, narbensparende (Stichizisionen) Operationen eine normale Brustform bis Körbchen C wiederherzustellen

Spezialsprechstunde „weibliche Brust“: Um Patientinnen, die unter ihrer Brustform leiden, schnell und umfassend helfen zu können, haben wir seit mehreren Jahren eine Spezialsprechstunde „weibliche Brust“ eingerichtet.

Patienteninformationen

Die Patienteninformation gibt nur eine allgemeine Einführung zum besseren Verständnis von ästhetisch- plastischen Operationen. Sie kann nicht das persönliche und ausführliche Arzt-Patienten-Gespräch ersetzen. Zur Beantwortung ihrer Fragen für Ihre persönliche, individuelle Situation, vereinbaren Sie Ihren unverbindlichen persönlichen Beratungstermin mit den Experten von „El Quetzal“